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Kommunikation Mann - Frau

Kommunikationsstile

Vor einigen Tagen habe ich ein Rhetorik-Training für Frauen geleitet. Parallel hierzu läuft in Rheinland- Pfalz die Landtagswahl mit zwei Kandidatinnen in der Spitzenposition. Dies hat mich dazu bewogen, meinen März–Blog dem speziellen Thema: „Kommunikationsunterschiede zwischen Mann und Frau und was wir daraus lernen können“, zu widmen.

Schauen wir uns doch erst einmal plakative Aussagen zu diesem Thema an:

Männlicher Kommunikationsstil

Männern geht es oft darum, Reviere abzustecken und Stärke zu demonstrieren. Sie unterbrechen andere öfter und fordern Lösungsvorschläge. Sie mögen keine Problembeschreibungen. Sie bringen Dinge schneller auf den Punkt. Männer kommunizieren auch in Besprechungen anders. Sie nutzen das rhetorische Mittel der „Redundanz“. Das heißt, Sie wiederholen häufig das, was ihr Vorredner schon gesagt hat, verstärken somit die eigene Aussage und haben in der Regel einen höheren Redeanteil. Ein weiteres Merkmal liegt in der non-verbale Kommunikation. Diese drückt häufig Macht aus und zielt darauf andere Gesprächsteilnehmer einzuschüchtern.

Weiblicher Kommunikationsstil

Frauen denken weniger hierarchisch. Sie sind in ihrer Kommunikation oft umständlicher, sie reden mehr um den heißen Brei herum und agieren häufiger aus der emotionalen Ebene heraus. Sie bringen häufiger geschlechtstypische Kommunikationsmittel ein. Das meint, sie nehmen auch schon mal gerne die Rolle „und ewig lockt das Weib“ ein.

Ich rate Frauen, unbedingt auf diese Art von non-verbalen Aussagen zu verzichten. Eine weitere eher frauentypische Kommunikation ist eine schräge Kopfhaltung. Eine schräge Kopfhaltung signalisiert Nachgiebigkeit, eine sogenannte Unterordnungsgeste.

Mein Tipp für Frau und Mann:

Vier Aspekte spielen in der beruflichen Kommunikation eine große Rolle.

  1. Verständlichkeit: Kann die Person sich präzise ausdrücken?
  2. Persönliche Transparenz: Ist die Person glaubwürdig?
  3. Beziehungsebene: Kann die Person sich wertschätzend verhalten?
  4. Ziel- und Lösungsorientiertheit: Kann die Person vermitteln, welche Ziele sie verfolgt?

Viel Erfolg bei der Umsetzung!

Eure
Christine Hartge-Ohlmann


„Gesagt ist noch lange nicht gehört. Gehört bedeutet nicht verstanden. Verstanden bedeutet nicht einverstanden. Einverstanden bedeutet nicht behalten. Behalten bedeutet nicht angewandt. Angewandt bedeutet nicht Verhaltensänderung.“
Konrad Lorenz

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